Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung fand Langsur 978 unter der Bezeichnung „Longasura“ als Schenkung von Erzbischof Egbert an die St.-Maternus-Kirche in Trier. „Sura“ bezeichnet vermutlich den Flussnamen der Sauer, mit „longa“ ist die langgestreckte Form des Ortes gemeint.
Die Ursprünge liegen jedoch viel weiter in der Vergangenheit, wie prähistorische Funde aus der Jungsteinzeit belegen. Aus römischer Zeit stammen Funde wie der Kopf einer Bacchusstatue und römische Ziegelreste, die in der Nähe der Langsurer Kirche gefunden
wurden. Die Herrschaft der Römer wurde 481 durch Chlodwig I. endgültig beendet und Langsur dem fränkischen Reich eingegliedert.
Heute ist Langsur die größte Weinbaugemeinde der Verbandsgemeinde Trier-Land. Angebaut wird in erster Linie der Elbling, der auf eine römische Rebe zurück zu führen ist. Die traditionell guten Verbindungen zum Nachbarland Luxemburg manifestieren sich u. a. auch durch gemeinsame Projekte wie das am luxemburgischen Sauerufer gelegene Internationale Abwasserklärwerk Mompach/Trier-Land oder das deutsch-luxemburgische Feuerwehrgerätehaus in Born, das die Wehren aus Born/Lux. und Metzdorf
gemeinsam nutzen. Und die gemeinsam betriebene Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information in Wasserbilligerbrück.
Langsur ist durch mehrere Brücken mit dem Nachbarland Luxemburg verbunden. Die Rad- und Fußgängerbrücke Metzdorf – Moersdorf wurde 2018 erneuert.

Neben der Pfarrkirche in Langsur ist der Gewölbekeller aus dem 17. Jahrhundert sehenswert, der auch als Veranstaltungsort genutzt wird. Beachtenswert sind des Weiteren die Kirchen in den Ortsteilen Grewenich und Mesenich sowie der Kirchturm in Metzdorf, der aus dem 12. Jahrhundert stammt. Am Ortseingang von Mesenich lassen sich die Teile eines römischen Kaltbades besichtigen.
Das Gemeindewappen

In Silber eine erhöhte, durchgehende, rote Brücke mit 4 Zinnen im Schildhaupt, auf 2 Pfeilern ruhend, belegt mit gekreuztem goldenen Abtstab und silbernem, goldgeschäftetem Beil, ein blauer, schräglinker, sich verjüngender Wellenbalken zwischen den Brückenpfeilern hindurch. Unten ein grüner Rebstock mit 4 Trauben an schwarzem Pfahl.
Begründet wird das Wappen mit den vier Ortsteilen Langsur, Mesenich, Metzdorf und Grewenich. Für sie stehen die vier Zinnen am oberen Brückenteil. Ihre Lage am Fluß Sauer wird durch den Wellenbalken symbolisiert; die Brücke überspannt den Grenzfluß Sauer bei Langsur.
Bis zum Ende der Feudalzeit um 1800 gehörte Langsur der St.-Eucharius-Abtei in St. Matthias bei Trier an. Symbol des Apostels Matthias ist das Beil, das hier mit dem Abtstab, als Zeichen der St. Eucharius-Abteil, gekreuzt wiedergegeben ist. Der grüne Weinstock mit vier Trauben steht als Zeichen der Wirtschaftsstruktur, während die vier Trauben wiederum die Ortsteile symbolisieren.
Genehmigung: 28.10.1981